Fliegendes Kraftwerk

Anfang diesen Jahres wurde erstmals das «Magenn Air Rotor System (MARS)», das Resultat 3-jähriger Forschung- und Entwicklungsarbeit des kanadischen Unternehmens Magenn Power, unter realistischen Bedingungen erfolgreich getestet. Die neuartige, mit Helium gefüllte Konstruktion, die Windenergie in elektrischen Strom umwandeln soll, trägt Rippen an der Aussenhülle, welche ab einer Windgeschwindigkeit von 1m/sec eine Drehung um die horizontale Achse bewirkten. Generatoren an den Aufhängungen wandeln diese Drehung in elektrischen Strom um, der über das Halteseil zu einem Transistor am Boden geleitet wird.

Das MARS besteht aus Verbundwerkstoffen. Auf der Innenseite soll eine Schicht aus Mylar dass entweichen von Luft verhindern. Zudem ist der «Ballon» von aussen mit einer Ummantelung aus Polyvinylfluorid umgeben die vor UV-Strahlung, und Abnutzung schützen soll.

Da die Leine des MARS Strom leiten muss, Stahl allerdings viel zu schwer für diese Anwendung ist, haben sich die Entwickler entschieden eine Kabelleine zu flechten. Im Inneren befindet sich Vectran, eine Flüssigkristall-Polymerfaser die aufgrund ihrer hohen Festigkeit und ihrem geringen Gewicht perfekt für diese Anwendung geeignet ist.

Die Kabelleine ist umwickelt mit Kupfer und leitet somit den Strom. Magenn Power Inc. plant 2009/10 mit der Produktion der schwebenden Turbinen zu beginnen. Das erste Modell soll eine Leistung von 10 – 25 kW erreichen. Später wären auch Megawatt Turbinen denkbar. Die kleineren Modelle sollen in Teilen Afrikas, Chinas oder Indiens, wo es an verlässlichen Stromnetzen mangelt, als Notstromaggregat eingesetzt werden.

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