Ein Papiertuch hilft bei Ölkatastrophen

Ein Papiertuch, bzw. eine Matte aus Nanofasern, die Wasser abstößt und gleichzeitig Öl anzieht wurde kürzlich vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt. Ölverseuchte Gewässer könnten künftig mit Hilfe dieser papierähnlichen Membran, die bis zum Zwanzigfachen ihres Eigengewichtes an Öl aufnehmen kann, gereinigt werden. Da das Material neben Öl auch andere organische Substanzen aufnimmt hoffen Forscher, Wasser damit effektiver filtern zu können.

Um die Membran wasserabstoßend zu machen, beschichteten die Wissenschaftler Nanofasern aus Manganoxid mit Silikon. Damit konnten sie die Poren in dem Material für Wasser undurchlässig machen, während organische Substanzen wie Öl ungehindert eindringen können.

Da das Material sehr hitzebeständig ist kann das aufgesaugte Öl durch einfaches erhitzen auf 130 Grad wieder extrahiert werden. Ein weiterer Vorteil der Nanofasermatten besteht darin, dass sich die verwendeten Nanofasern relativ günstig in großen Mengen herstellen lassen. Bevor das Material wirklich angewendet werden kann, muss jedoch die Umweltverträglichkeit von Manganoxid noch genauer untersucht
werden.

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Foto: Francesco Stellacci, MIT, and Nature Nanotechnology