Ein neuartiges System zur Temperaturregulierung wurde kürzlich an einer deutschen Hochschule entwickelt. Bei stark schwankender Umgebungstemperatur kann sich Kleidung normalerweise nicht an die Gegebenheiten anpassen. Für technische Anwendungen wird oft eine gute Isolierung bei gleichzeitigem Überhitzungsschutz gewünscht. Mit einem neuartigen System kann dieses Problem gelöst werden. In ein Gewebe sollen hermetisch dichte Hohlfasern eingewirkt werden, die als Heatpipes funktionieren. Dies bedeutet, dass unter einer Schwellentemperatur nur die isolierende Eigenschaft des Gewebes wirksam wird, während oberhalb der Temperatur aktiv Wärme abtransportiert wird. Dies geschieht dadurch, dass innen eine Arbeitsflüssigkeit verdampft und die Wärme an der kalten Stelle nach außen hin abgibt. Dabei wird das Medium wieder verflüssigt. Die Schwerkraft und Kapillarkräfte transportieren die Flüssigkeit zurück zur warmen Seite, der Prozess kann wieder von neuem beginnen. Somit wird ein effektiver Wärmetransport ermöglicht.